The Art Educator’s Talk – LIVE #2

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Was verstehst Du unter Kunstvermittlung? Warum zeitgenössische Kunst und Kultur vermitteln? In welchem Verhältnis siehst Du die Praxis des Kuratierens und der Vermittlung? Wie stellst Du Dir die Zukunft der Kunstvermittlung vor? Woran arbeitest Du gerade?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen gehen wir kurz vor dem EM-Endspiel in die zweite Diskussionsrunde! Wir sprechen dieses Mal mit Barbara Mahlknecht (Akademie der bildenden Künste Wien), Ayşe Güleç (Kulturzentrum Schlachthof, Kassel), Cynthia Krell (The Art Educator’s Talk) und Gila Kolb (The Art Educator’s Talk). Wir freuen uns auf Euer/Ihr Kommen und eine anregende Diskussion.

»The Art Educator’s Talk« möchte damit KunstvermittlerInnen erreichen, die Inspiration, Gleichgesinnte oder Austausch suchen, Studierende, die sich über den Beruf informieren wollen, KünstlerInnen und KuratorInnen, die mehr über Kunstvermittlung wissen wollen, WissenschaftlerInnen und Dich. Wir diskutieren mit KunstvermittlerInnen über ihre Praxis, Formate, Fragen, Theoriebildung und Visionen.

Wer spricht?
Barbara Mahlknecht arbeitet zu kritischer Kunstvermittlung, feministischer kuratorischer Praxis, Fragen von unsichtbarer Arbeit sowie dem Verhältnis von Archiv und dem Kuratorischen. Sie lehrt und forscht derzeit als Universitätsassistentin an der Akademie der bildenden Künste Wien. 2016 kuratierte sie das Ausstellungsprojekt zum Gründungsmoment der Ausbildung von KunsterzieherInnen an der Akademie der bildenden Künste Wien im Jahr 1941, »Unheimliche Materialien. Gründungsmomente der Kunsterziehung« (gemeinsam mit Elke Krasny) und 2015 die Ausstellung zum Format des Open Call, »A Proposal to Call« für die Kunsthalle Exnergasse (gemeinsam mit Vera Lauf). Sie war für die »Manifesta 7« 2008 (Trentino/Südtirol), das Museion, Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst (Bozen) sowie für die Generali Foundation Wien im Bereich der Kunstvermittlung tätig.

Ayşe Güleç arbeitet seit 1998 im Kulturzentrum Schlachthof in Kassel. Zu den Schwerpunkten ihrer Tätigkeit zählen unter anderen Migration, Bildung und kulturelle Bildung.  Sie ist in selbstorganisierten Initiativen und Netzwerken im Kontext von Migration, Anti-Rassismus aktiv, ist Mitinitiatorin der Ini 6. April zum Gedenken an Halit in Kassel  sowie im Bundesweiten Aktionsbündnis NSU-Komplex auflösen aktiv. Im Rahmen der documenta 12 entwickelte sie zur lokalen Anbindung ab Ende 2005 bis zur Ausstellung im Jahr 2007 den documenta-12-Beirat und war in der Folge dessen Sprecherin. Für die Vorbereitungen der documenta war sie Mitglied der Maybe Education Group und bildete als Tutorin eine Gruppe von »worldly companions« für die Kunstvermittlung aus.

Gila Kolb ist Kunstpädagogin und Kunstvermittlerin, Mitbegründerin des Interview-Blogs »The Art Educator’s Talk« (2016), »agency art education« (2016), »MethodeMandy« (2012) und derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln. Zuvor: Wiss. Mitarbeiterin an der Universität Bremen (2013-2015), Stipendiatin des Promotionskollegs »Gestalten und Erkennen« (2011-2013), Vertretung der Professur »Kunst« an der PH Heidelberg (2011-2012), wiss. Mitarbeiterin an der Kunsthochschule Kassel (2007-2011). Lehraufträge an der HfG Karlsruhe, Aalto-Universität Finnland, Universität zu Köln, Universität Paderborn. Arbeitsschwerpunkte: Zeichnen können im Kunstunterricht; Strategien aktueller Kunstvermittlung. Publikationen: »What’s Next? Art Education« (2015, mit Torsten Meyer), »Shift« (2012, mit Christine Heil & Torsten Meyer).

Cynthia Krell ist freie Kunstvermittlerin, Kunstkritikerin und Lektorin. Studium der Bildenden Kunst, Kunstpädagogik und Germanistik für das Lehramt an Gymnasien an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und der TU sowie in Madrid. Seit 2016 ist Cynthia Krell zusammen mit Gila Kolb und Konstanze Schütze Mitbegründerin der »agency art education«. Gemeinsam mit Gila Kolb verantwortet sie den Interview-Blog »The Art Educatorʼs Talk« und schreibt regelmäßig über zeitgenössische Kunst (u.a. Kunstforum International, Kunstbulletin). Sie konzipierte und führte unter anderem die Kunstvermittlungsprojekte »COLLABORATION.Situation« und »Kunst to go« für Kinder und Jugendliche am Bielefelder Kunstverein durch. Zuvor arbeitete sie bei Galerie Peter Kilchmann und an der Kunst Halle Sankt Gallen. Lehraufträge an der Universität Bielefeld, Fachhochschule Bielefeld, Universität Paderborn und Hochschule der Künste Bern.

Kunstpädagogische Positionen – Forschungsliteratur im kleinen Format

Wer im Bereich Kunstpädagogik und Kunstvermittlung forscht oder sich damit in der Praxis beschäftigt, ist immer auf der Suche nach aktueller und thematisch relevanter Forschungsliteratur. Daher möchte ich auf die Reihe “Kunstpädagogische Positionen” hinweisen, deren wachsendes Text-Archiv seit 2003, in gedruckter Form in einem Webshop bestellt oder als PDF-Dokument runtergeladen werden kann.

Die Liste der AutorInnen liest sich wie das who-is-who der Kunstpädagogik und Kunstvermittlung. Das erste Heft “Zwischen Kunst und Unterricht
. Spots einer widersprüchlichen wie hedonistischen Berufsbiografie” von Hermann K. Ehmer
 erschien 2003. Der zuletzt veröffentlichte Beitrag “Visual Animation: Methods of Practice and Teaching” stammt von Martina Bramkamp. Die Publikationsreihe geht auf Vorträge von eingeladenen KunstpädagogInnen und KunstvermittlerInnen zurück, die an den teilnehmenden Universitäten in Hamburg, Köln, Oldenburg und Zürich im Rahmen der gleichnamigen Vortragsreihe ihre Position zur Diskussion stellen.

Im Editorial, verfasst von den HerausgeberInnen Andrea Sabisch (Universität Hamburg), Torsten Meyer (Universität zu Köln), Eva Sturm (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) und Heinrich Lüber (ZHdK Zürich), heißt es: “Gegenwärtig tritt die Koppelung von Kunst & Pädagogik, Kunstpädagogik, weniger durch systematische Gesamtentwürfe in Erscheinung, als durch eine Vielzahl unterschiedlicher Positionen, die aufeinander und auf die Geschichte des Faches unterschiedlich Bezug nehmen. Wir versuchen dieser Situation eine Darstellungsform zu geben. Wir setzen die in Hamburg begonnene Reihe fort mit kleinen Publikationen, in der Regel von Vorträgen, die im Arbeitsbereich Ästhetische Bildung der Universität Hamburg (blaue Hefte), dem Institut für Kunst & Kunsttheorie der Universität zu Köln (rote Hefte), dem Arbeitsbereich Kunst-Vermittlung-Bildung der Universität Oldenburg (grüne Hefte) und dem Departement Kulturanalysen und Vermittlung der ZHdK Zürich (gelbe Hefte) gehalten wurden.”

Was besonders überzeugt ist die thematische Bandbreite und Vielfalt aktueller Fragestellungen, die einen Ausschnitt der fachdidaktischen Forschung und Diskussion mit Bezug zum Schulfach Kunst, aber auch “im Bereich der Koppelung von Kunst & Pädagogik als Unterricht, Vermittlung oder Bildung” (Editorial) abbildet. Let’s start reading, sharing and exchange ideas!

The Art Educator’s Talk – LIVE #1

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How would you describe your understanding of art education? In which context are you working as an art educator? Why mediate (contemporary) art? How important is art education and mediation for a museum / an institution? How do you conceive a public program for a biennial?

These are only a few questions we’d like to discuss with María Acaso (Pédagogias Invisibles, Madrid), Konstanze Schütze (agency art education, store contemporary, Berlin & Dresden), Jordi Ferreiro (MACBA Barcelona) and Gila Kolb (The Art Educator’s Talk) and maybe some special guests.

The Art Educator’s Talk is a trilingual blog on art education. With this live-talk, we would like to address art educators who are looking for inspiration and exchange between colleagues, students who are interested in getting more information about the profession of an art lecturer, artists and curators who want to learn more about mediating art, academics and YOU.

María Acaso (ES) is a professor of Art Education and director of the line of research on education in visual arts museums at the Fine Arts Faculty of the Complutense University of Madrid, member of the group „Invisible Pedagogies”, director of the „Escuela de Educación Disruptiva“ and author of a number of books such as: „rEDUvolution: hacer la revolución en la educación (2013), „Pedagogías invisibles: El espacio del aula como discurso (2012).

Jordi Ferreiro (ES) is an artist and educator. His work is an investigation in which both disciplines are conjoined by way of play and performative pedagogies, to construct spaces of knowledge from joy and surprise. Previously coordinating the education office at Fabra i Coats: Barcelona Center for Contemporary Art, currently working as a collaborator artist in MACBA.

Gila Kolb (D) is a researcher and art educator, assistant researcher at the University of Cologne, co-founder of agency art education and co-editor of The Art Educator’s Talk (a three lingual online interview blog). Her focus in research is on: Critical Art Education, Art Education in a post-internet state of mind. Recently published: What’s Next? II. Art Education.

Konstanze Schütze (D), assistant researcher, art educator and PhD candidate at Institute for Art & Art Theory at the University of Cologne, co-founder of the gallery project STORE contemporary (Dresden) and co-founder of agency art education – an agency for project making in the field of art education. Key fields of work: non-visual imagery and the internet state of mind, art education and society.