Kunstvermittlungs-Werkstatt »
Nach dem SuperKunstSommer – Status quo Kunstvermittlung«, 21./22.10.2017, Lingen & Nordhorn

Der europäische SuperKunstSommer 2017 hat begonnen! Zu den bekanntesten Großausstellungen gehören die documenta 14 in Athen und Kassel, die Venedig Biennale und die Skulptur Projekte Münster 2017. Mit jeder Biennale werden nicht nur kuratorische Konzepte umgesetzt, sondern auch neue Ansätze und Formate der Kunstvermittlung erprobt und durchgeführt, die sowohl ein internationales als auch ein lokales Publikum erreichen sollen. Dabei bewegt sich die Kunstvermittlung (ähnlich wie die Biennale selbst) zwischen Ortsbezug und Transnationalität, Temporalität und Nachhaltigkeit, Legitimierung und Innovation.

Doch was bleibt nach internationalen Großereignissen und ihrem Diskurs für die Kunstvermittlung vor Ort? Wie wird das internationale und lokale Publikum (nachhaltig) beteiligt? Was können wir von der Kunstvermittlung im Kontext von Großausstellungen wie Biennalen lernen? An welchen Fragestellungen und Parametern orientiert sich die aktuelle Kunstvermittlung?

Kurzvorträge und Workshops werden Einblicke in das edukative Programm und in die Praxis von Kunstvermittler_innen der documenta 14, der Skulptur Projekte Münster 2017 sowie der zukünftigen Manifesta 12 geben. Anhand dieser Fallbeispiele sollen aktuelle Fragen und Bedingungen der Kunstvermittlung deutlich werden, die auch für mittlere und kleinere Institutionen wie etwa Kunstvereine vor dem Hintergrund sich wandelnder, d.h. transkulturell diversifizierenden Gesellschaften durchaus relevant sind.

Mit Vorträgen und Workshops – in deutscher und englischer Sprache – von und mit (Änderungen vorbehalten):

– Sepake Angiama (documenta 14, Kassel)
– Stefanie Bringezu (Skulptur Projekte Münster 2017)
– Clare Butcher (documenta 14, Kassel)
– Yana Klichuk (Manifesta 12, Palermo in 2018)
– Ruth Noack (Kuratorin und Kunsthistorikerin, Berlin)

Das vorläufige Programm (PDF).

Zielgruppe:  Die zweitägige Werkstatt richtet sich an Kunst- und Kulturvermittler_innen, Kunstpädagog_innen, Kurator_innen, Künstler_innen sowie Studierende.

Anmeldung: 
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine verbindliche Anmeldung bis zum 30. September 2017 erforderlich. Die Anmeldung ist erst nach Eingang der Tagungsgebühr vollständig. Sie erhalten nach Ihrer Anmeldung weitere Informationen. Bitte senden Sie eine Mail an: ortsgespraech@staedtische-galerie.nordhorn.de

Tagungsgebühr: 70 Euro / 40 Euro ermäßigt (Studierende, Doktorand_innen, Volontär_innen, Praktikant_innen), inkl. Verpflegung an beiden Tagen / Tagesticket (nur Vorträge) 10 Euro

Veranstaltungsorte:
Städtische Galerie Nordhorn
Vechteaue 2, 48529 Nordhorn
+49 (0) 59 21 / 971-100
kontakt@staedtische-galerie.nordhorn.de
http://staedtische-galerie.nordhorn.de

Kunsthalle Lingen
Kaiserstraße 10a, 49809 Lingen
+49 (0) 5 91 / 5 99 95
info@kunsthallelingen.de
www.kunsthallelingen.de

Organisationsteam: 
Dr. Thomas Niemeyer & Dörte Ilsabe Dennemann (Städtische Galerie Nordhorn), Meike Behm (Kunsthalle Lingen), Cynthia Krell (Kunstvermittlerin, Bielefeld)

Mit freundlicher Unterstützung von:
Niedersächsisches Ministerium für WIssenschaft und Kultur
VGH Stiftung

 

Zwischen den Welten. Museen im Angesicht von Flucht und transkulturellem Dialog – Tagung, 23./24. Oktober 2016, Köln

Wer selbst gerade ein Bildungsprojekt mit/für Menschen mit Fluchterfahrung durchführt oder in Zukunft anbieten möchte – für den/die ist der Besuch dieser praxisorientierten Tagung sicher lohnenswert. Besonders die Mischung aus Impuls-Vorträgen, Projektbeispielen und dem Barcamp wird für einen kollegialen Austausch und einen Blick über den Tellerrand sehr produktiv sein. Weitere Informationen und aktuelle Beiträge werden online unter www.museum-flucht-dialog.de veröffentlicht.

“»Wie wollen wir in Zukunft zusammen leben?« Diese Frage gehört zu den drängendsten unserer Gesellschaft und beeinflusst die Museen unmittelbar. Sie stehen in der Verantwortung, auf den gesellschaftlichen Wandel – gerade auch durch die hohe Zahl der Schutzsuchenden – nicht nur zu reagieren, sondern den transkulturellen Dialog zu gestalten.

Führungen von und für geflüchtete Menschen, Sprachkurse, Ausstellungen, Kooperationen mit Migrantenorganisationen oder Begegnungsprojekte – die Museumspädagogik nutzt verschiedenste Ansätze, um die Rolle von Museen als Orte des Willkommens zu stärken. Doch sind die Ansätze wirkungsvoll und nachhaltig? Wie können Museen sich von tradierten Mustern lösen und Orte transkultureller Kommunikation werden? Was kann die Museumswelt von anderen Kultursparten lernen? Welche Stärken und Schwächen haben bisherige Methoden und Strukturen? Wie kann sich das Museum in der Einwanderungsgesellschaft neu definieren? Wie können politische und kulturelle Bildung voneinander profitieren?

Die Tagung beleuchtet diese unterschiedlichen Facetten der kulturpädagogischen Arbeit mit Geflüchteten. Impulse, Performances und Projektvorstellungen sorgen für hohen Praxisbezug. Das BarCamp bietet die Chance, die Tagung aktiv zu gestalten.”

Das Programm als PDF.

Zielgruppe
Die Veranstaltung wendet sich an Vertreter /-innen aus Museumspädagogik und Museen, an themeninteressierte Communities und an Multiplikatoren /-innen der politischen und kulturellen Bildung.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich zur Tagung bis spätestens 7. Oktober 2016 online an unter www.museum-flucht-dialog.de

Tagungsgebühr
40 € reguläre Tagungsgebühr
20 € ermäßigte Tagungsgebühr (Studierende, Volontäre etc.)

Veranstalter
Eine gemeinsame Tagung der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, des Bundesverbandes und des Landesverbandes Museumspädagogik NRW e. V. und des Museumsdienstes Köln in Kooperation mit den Neuen Deutschen Organisationen.

Learning Plays – Audio online

The symposium ‘Learning Plays’ took place within the context of the Impulse Theater Festival 2016. They invited self-organized educational initiatives to exchange insights into their own practice and to examine the boundaries of knowledge. Now the lectures and discussions are online.

About the concept: “For Brecht conventional theater could only present “the structure of society (represented on stage) as incapable of being influenced by society (sitting in the audience).” In his ‘Lehrstücke’ he imagined a theater, a politics, and a pedagogy in which the division between active and passive is removed. Speakers take the position of an optimistic, affirmative yes-sayer or a an argumentative, disruptive no-sayer. At the end, when the boundaries between invited speakers and the audience are broken down, everyone has to adopt their own position. Do we say yes to existing institutions and try to adapt them to our goals? Or do we say no and brave exodus?”

With Markus Bader (Urban School / raumlaborberlin), Jamil Dishman (KulTür auf!, JugendtheaterBüro Berlin), Nils Erhard (KulTür auf!, JugendtheaterBüro Berlin), Valeria Graziano (Mind Your Head), Stefano Harney (School for Study), Ahmet Öğüt (The Silent University), Alessandra Pomarico (Home Free University), Rubia Salgado (Universität der Ignorantinnen / maiz), Mårten Spångberg (PAF), Vierte Welt Kollaborationen, Dmitry Vilensky (Chto Delat)

Curated by: Nora Sternfeld & Florian Malzacher

For more information on “Learning Plays” view www.festivalimpulse.de

Tagung „Skulptur lehren“, Universität Paderborn, 20.–22. April 2016

Unter dem Titel „Skulptur lehren – Künstlerische, kunstwissenschaftliche und kunstpädagogische Perspektiven auf Skulptur im erweiterten Feld“ findet vom 20.–22. April 2016 eine interdisziplinäre Tagung des Faches Kunst (Bereich Kunst und ihre Didaktik/Schwerpunkt Bildhauerei) an der Universität Paderborn statt.

Konzept

Was kennzeichnet eine Skulptur? Diese Frage stellt sich angesichts zunehmender Entgrenzungstendenzen in der zeitgenössischen Kunst verstärkt und lässt es zunächst fragwürdig erscheinen, weiterhin in traditionellen Gattungen wie Zeichnung, Malerei, Skulptur, Film, Fotografie oder Performance zu denken. Mit dieser Erweiterung des Skulpturalen ergeben sich neue Blickwinkel auf Lehr- und Lernprozesse in, mit und über die Kunst. In Bezug auf die veränderten Erlebnisqualitäten des im Erfahrungsraum des Subjekts verorteten Kunstwerks soll gemeinsam über die Lehre der Bildhauerei nachgedacht werden. Welche Perspektiven lassen sich für eine Didaktik der Bildhauerei eröffnen? Wie hängen diese mit der Veränderung des Kunstbegriffs der letzten Jahrzehnte zusammen? Welche skulpturalen Fragen lassen sich kunstwissenschaftlich oder künstlerisch aufwerfen und inwiefern besitzen sie kunstpädagogische Relevanz? Welche Elemente der Skulptur existieren dabei immer schon und welche sind im Zuge der verschiedenen Entgrenzungstendenzen neu hinzugekommen? Wie wirkt sich dies auf die künstlerische Lehre von Bildhauerinnen und Bildhauern aus?

Mit diesen Fragestellungen werden sich 18 Referentinnen und Referenten aus Kunstwissenschaft, Kunst und Kunstpädagogik auseinandersetzen. Ihre Beiträge sind vier Sektionen zugeordnet, innerhalb derer die drei Perspektiven im Hinblick auf vier Aspekte von Entgrenzung diskutiert werden: Skulptur und Raum, Skulptur und Material, Skulptur und Zeit sowie Skulptur und Betrachter. Die Eingeladenen erörtern verschiedene Formen skulpturalen Denkens und Handelns und diskutieren diese im Kontext des Themas „Skulptur lehren“.

Veranstalterin: Sara Hornäk

Nähere Informationen, Programm und Anmeldung unter
groups.uni-paderborn.de/skulptur-lehren