Mission Kulturagenten – Online-Publikation des Modellprogramms “Kulturagenten für kreative Schulen 2011-2015”

Im Verlauf des Modellprogramms “Kulturagenten für kreative Schulen” sind in den beteiligten Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen zahlreiche Konzepte, Projekte, Formate und Strukturen entwickelt worden, wie kulturelle Bildung in Schule und Kulturinstitutionen verankert werden kann. In der Onlinepublikation “Mission Kulturagenten” werden diese Konzepte, Projekte und Formate sowohl in verschiedenen Textbeiträgen dokumentiert und reflektiert als auch als zahlreiche Praxismaterialien aufbereitet. Damit wird Erfahrungswissen aus dem Programm in Form von übertragbaren Projekt- und Qualifizierungsmodellen für Akteure aus dem Feld der kulturellen Bildung wie Schulen, Kultureinrichtungen, Kunstschaffende, Universitäten und der Politik zur Verfügung gestellt.

*Ein Querlesen zum Einstieg und eine tiefergehende Lektüre nach individuellen Interessen und Praxisfragen lohnt sich! Die Besonderheit des Modellprojekts und dieser umfangreichen Dokumentation liegt sowohl in der Vielstimmigkeit aller Beteiligten (Schulen, Institutionen, KulturagentInnen) als auch am breiten Spektrum der realisierten Projekte. Zu empfehlen sind hierbei die zusammengestellten Praxis-Materialien, die unter anderem  Arbeitshilfen für Schulen, Kulturinstitutionen und andere Akteure an der Schnittstelle zwischen Kultur und Bildung umfassen. Diese Arbeitstools sind aus den Erfahrungen aus dem Modellprogramm “Kulturagenten für kreative Schulen” abgeleitet und wurden in Zusammenarbeit mit den KulturagentInnen und den Länderbüros von der Geschäftsstelle des Kulturagentenprogramms entwickelt. Sie dienen als Anregungen und geben Tipps bei der kulturellen Profilbildung von Schulen, der Erstellung von Kulturfahrplänen, dem Aufbau von Kooperationen, der Vorbereitung, Durchführung, Organisation und Reflexion von Projekten sowie der Öffentlichkeitsarbeit.

 

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Tagung „Skulptur lehren“, Universität Paderborn, 20.–22. April 2016

Unter dem Titel „Skulptur lehren – Künstlerische, kunstwissenschaftliche und kunstpädagogische Perspektiven auf Skulptur im erweiterten Feld“ findet vom 20.–22. April 2016 eine interdisziplinäre Tagung des Faches Kunst (Bereich Kunst und ihre Didaktik/Schwerpunkt Bildhauerei) an der Universität Paderborn statt.

Konzept

Was kennzeichnet eine Skulptur? Diese Frage stellt sich angesichts zunehmender Entgrenzungstendenzen in der zeitgenössischen Kunst verstärkt und lässt es zunächst fragwürdig erscheinen, weiterhin in traditionellen Gattungen wie Zeichnung, Malerei, Skulptur, Film, Fotografie oder Performance zu denken. Mit dieser Erweiterung des Skulpturalen ergeben sich neue Blickwinkel auf Lehr- und Lernprozesse in, mit und über die Kunst. In Bezug auf die veränderten Erlebnisqualitäten des im Erfahrungsraum des Subjekts verorteten Kunstwerks soll gemeinsam über die Lehre der Bildhauerei nachgedacht werden. Welche Perspektiven lassen sich für eine Didaktik der Bildhauerei eröffnen? Wie hängen diese mit der Veränderung des Kunstbegriffs der letzten Jahrzehnte zusammen? Welche skulpturalen Fragen lassen sich kunstwissenschaftlich oder künstlerisch aufwerfen und inwiefern besitzen sie kunstpädagogische Relevanz? Welche Elemente der Skulptur existieren dabei immer schon und welche sind im Zuge der verschiedenen Entgrenzungstendenzen neu hinzugekommen? Wie wirkt sich dies auf die künstlerische Lehre von Bildhauerinnen und Bildhauern aus?

Mit diesen Fragestellungen werden sich 18 Referentinnen und Referenten aus Kunstwissenschaft, Kunst und Kunstpädagogik auseinandersetzen. Ihre Beiträge sind vier Sektionen zugeordnet, innerhalb derer die drei Perspektiven im Hinblick auf vier Aspekte von Entgrenzung diskutiert werden: Skulptur und Raum, Skulptur und Material, Skulptur und Zeit sowie Skulptur und Betrachter. Die Eingeladenen erörtern verschiedene Formen skulpturalen Denkens und Handelns und diskutieren diese im Kontext des Themas „Skulptur lehren“.

Veranstalterin: Sara Hornäk

Nähere Informationen, Programm und Anmeldung unter
groups.uni-paderborn.de/skulptur-lehren

The Art Educator’s Talk

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Blog und Interview-Projekt von Gila Kolb und Cynthia Krell
Start: Januar 2016

#Forum

Wir laden Kunstvermittler_innen ein, über ihre Praxis, ihre Formate, ihre Theoriebildung und ihre Visionen zu sprechen. Wir wollen Kunstvermittler_innen und Grenzgänger_innen eine Plattform geben und hiermit verschiedenste Denkweisen und Vorstellungen von Kunstvermittlung versammeln.
#Interview

Das Interview betrachten wir als ein Medium, das Personen und ihre Ideen, Erfahrungen und Visionen temporär und in Ausschnitten abbildet. Wir glauben an das Verfassen der Gedanken beim Reden und verstehen das Interview als einen Beitrag zur Theoriebildung in der Kunstvermittlung. Zudem begreifen wir das Interview als ein experimentelles und immer noch zeitgemäßes Format, um Inhalte zu transportieren, Fragen aufzuwerfen und zugleich eine Öffentlichkeit herzustellen.
#Netzwerk

Die zeitgenössische Kunstszene ist international bestens vernetzt und befindet sich selbstverständlich in einem professionellen Austausch. Wir haben uns gefragt, warum es nicht genau so viele Foren für die Kunstvermittlung gibt.
#Auswahl

Wir haben uns an Kunstvermittler_innen gewandt, die wir persönlich kennen und/oder deren Arbeit wir schätzen.
#Wer liest?
Wir möchten damit Kunstvermittler_innen erreichen, die Inspiration, Gleichgesinnte oder Austausch suchen, Kurator_innen und Künstler_innen, die mehr über Kunstvermittlung wissen wollen, Hochschullehrer_innen, Studierende, die sich über den Beruf informieren wollen,und SIE.
#Über uns
Zwei Kunstvermittlerinnen, die sich gewundert haben, warum es einen solchen Blog noch nicht gibt. Wir unterhalten diesen Blog ehrenamtlich und verfolgen damit keine ökonomischen Interessen.

Bielefeld & Kassel, 2016.
Cynthia Krell & Gila Kolb