Bielefelder City Walks 2016 gestartet

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Welche Orte besuchen Sie, wenn Sie Freunden oder Bekannten ihr Bielefeld zeigen? Wie nehmen Geflüchtete und NeubürgerInnen unsere Stadt wahr? Was können Einheimische und NeubürgerInnen voneinander lernen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das bereits seit September 2016 von der Robert Bosch Stiftung geförderte Projekt »Bielefelder City Walks« des Bielefelder Kunstvereins.

Zu den »Bielefelder City Walks« schlüpfen eingesessene Bielefelder und NeubürgerInnen in die Rolle eines Stadtführers. Im Tandem oder als Einzelperson bieten sie für eine interessierte Öffentlichkeit individuelle Stadtspaziergänge zu frei gewählten Schwerpunkten an. Die Spaziergänge werden im Oktober und November 2016 für BielefelderInnen und Geflüchtete kostenfrei in deutscher Sprache ohne vorherige Anmeldung angeboten. Eingeladen sind alle BürgerInnen, mit und ohne Migrationsgeschichte, denn gewünscht ist es nicht nur neue Orte und Stadtteile, sondern auch andere Gesichter der Stadt kennenzulernen und eine gemeinsame Erfahrung miteinander zu teilen.

Der erste Bielefelder City Walk startete bereits am vergangenen Sonntag mit der Künstlerin Raphaela Kula am Denkmal für »Heimatvertriebene« von 1953 im Bielefelder Osten. Davon ausgehend spannte sie mit gesammelten Geschichten von BewohnerInnen der »Freien Scholle« über das Gehen, Ankommen und Bleiben einen erzählerischen Bogen bis zur Gegenwart. Am kommenden Samstag, den 15.10.2016 um 15 Uhr (Treffpunkt: August-Bebel-Straße/Ecke Detmolder Straße) wird Cynthia Krell mit interessierten SpaziergängerInnen die August-Bebel-Straße mit Zeichenstift und Papier erkunden.

Weitere Spaziergänge führen unter anderem in den historischen Stadtteil Schildesche (mit Karin Lühmann, 22.10.2016, 11 Uhr, Treffpunkt: S-Bahn Haltestelle Schildesche) oder auf unbekannte Wege in den Teutoburger Wald (mit Stefanie Schwedes, 6.11.2016, 11 Uhr, Treffpunkt: Eingang Parkplatz/Tierpark Olderdissen). Einen interkulturellen Spaziergang haben Stephanie Peczynsky und Abdikarim Salah gemeinsam entwickelt, der persönliche Orte mitpersönlicher Bedeutung vorstell (29.10.2016, 11 Uhr, Treffpunkt: Oxfam Shop, Obernstraße 39/Altstadt). Susanne Albrecht  wird den Arbeitsweg der ZwangsarbeiterInnen während der NS-Zeit nachvollziehen (29.10.2016, 15 Uhr, Treffpunkt: Info-Pavillion/ Johannisberg), Ina Wemhöner führt Musik-Interessierte an besondere Konzertorte (30.10.2016, 11 Uhr, Treffpunkt: Rudolf-Oetker-Halle) und Christine Ruis spricht in einem literarischen Rundgang auf dem Friedhof Heepen über die Vergänglichkeit (13.11.2016, 13 Uhr, Treffpunkt: Parkplatz Friedhof Heepen, an der Vogteistrasse).

Alle Termine sind online abrufbar: www.bielefelder-kunstverein.de

 

 

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